30 JahreJugend-CornerMediencenter

 
 
30 Jahre
 
 
 

1985

Ein trauriges Jahr für die Deutsche Krebshilfe

1985 – ein trauriges Jahr für die Deutsche Krebshilfe. Am 13. Mai stirbt Mildred Scheel an Darmkrebs. Aus Angst ihr Lebenswerk zu gefährden, hat sie der Öffentlichkeit ihre Krankheit bis zum Schluss verheimlicht. Sie will niemanden entmutigen. „Nach dem Tod Mildred Scheels hatten wir eine schwierige Zeit. Doch die Marschroute damals hieß: Wenn selbst die Gründerin der Deutschen Krebshilfe an Krebs stirbt, ist es um so wichtiger, dass wir weiter machen,“ erinnert sich Friedrich Carl Janssen, seit Mai 2004 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Im Jahresbericht 1984 der Organisation heißt es: „Wie der kompromisslose Einsatz von Frau Dr. Scheel im Dienst krebskranker Mitmenschen zeigt, ist der Weg, der zur Beherrschung der Krankheit führt, äußerst schwierig. Die Heilerfolge, wie sie bei zahlreichen Krebserkrankungen erreicht werden, sind Ansporn für die Deutsche Krebshilfe, den Kampf im Sinne ihrer verstorbenen Präsidentin mit Engagement und Zuversicht fortzuführen.“

Viele Aktivitäten konzentrierten sich auf die Person Mildred Scheel. Eine Deutsche Krebshilfe ohne ihre Gründerin ist schwer vorstellbar. Doch die Organisation besteht die schwere Belastungsprobe. Dr. Helmut Geiger wird Nachfolger Mildred Scheels. Aus einer zunächst angedachten Interimslösung werden 15 Jahre. Die Bürger halten der Deutschen Krebshilfe die Treue. 1985 liegt das Spendenaufkommen bei 17 Millionen Euro, 1986 ist es bereits auf knapp 30 Millionen Euro angestiegen. Dank dieser anhaltenden Spendenbereitschaft kann die Deutsche Krebshilfe in den folgenden Jahren ihre Projektarbeit auf allen Gebieten der Onkologie weiter verstärken.

[zurück: 1977] [weiter: 1992 bis 2000]

 
 
Drucken   Weitersagentop