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30 Jahre
 
 
 

1975

Der Erfolg stellt sich ein

Der Verein ist gegründet, das Ziel gesteckt, aber die Kasse ist noch leer. „Am Anfang war alles sehr turbulent. Doch Frau Scheel war eine dynamische Person, die die Leute gezielt angesprochen und Geld akquiriert hat“, erzählt Dr. Helmut Geiger. Zeitungen, Plattenfirmen, Politiker, Schauspieler, Sänger bittet Mildred Scheel um Unterstützung. Die Deutsche Krebshilfe muss sich aus dem Nichts heraus in der Öffentlichkeit platzieren. Mildred Scheel ist unkonventionell und hartnäckig. Unermüdlich rührt sie auf offiziellen Empfängen, bei Gala-Shows, Bällen und auf Staatsbesuchen die Werbetrommel. Kein Staatsgast, kein Prominenter kommt mehr an der Deutschen Krebshilfe vorbei. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit bittet sie um Spenden.

Der Erfolg stellt sich schnell ein – schneller als Mildred Scheel selbst geglaubt hat. Bis zum 31. Dezember 1975 hat die Deutsche Krebshilfe rund fünf Millionen Euro an Spenden gesammelt. Damit finanziert sie bundesweite Plakat-Aktionen zur Krebs-Früherkennung und stattet Kliniken mit medizinischen Geräten zur Krebsdiagnostik und Therapie aus. Die Fachleute entwickeln Broschüren, die den Krebskranken als Wegweiser durch die Nachsorge dienen sollen. Es gibt Vorbereitungen, um Rehabilitationsmodelle aufzubauen. Und um Krebs-Patienten zu helfen, die trotz sozialer Sicherungen durch ihre Erkrankung in eine finanzielle Notsituation geraten sind, schafft die Deutsche Krebshilfe einen Härtefonds.

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